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Bandportrait Rheinpfalz

In Musik verpackte Freiheit

Sie liebt das Freiheitsgefühl. Die Crazy Heart Connection ist eine Bluesrock – Band, die einige Besonderheiten hat. So schreiben die Musiker aus Zweibrücken und Pirmasens ihre Songs zum großen Teil selbst. In diesem Sommer begeisterten sie bei Open – Air Konzerten im Zweibrücker Rosengarten und im Pirmasenser Neufferpark.

von Patrick Göbel

Ihre Herzen schlagen für Bluesrock. Aber warum? „Das Faszinierende am Blues ist für uns, dass wir mit einer vergleichsweise einfachen Struktur ein Maximum an Ausdruck, Gefühl und Atmosphäre erreichen können“, erzählt Max Paul aus Pirmasens, Pianist und Mitgründer der Band. Von Melancholie bis zu rockigeren, fetzigeren Titeln. Auch Improvisation ist den fünf Bandmitgliedern sehr wichtig. Mehr noch: Die Band scheint davon zu leben. „Man kann immer was Neues entdecken und muss den Song nicht immer auf dieselbe Art und Weise spielen“, findet Paul.

Neu aufgestellt im Juli

Wenn die Musiker, die fast alle aus Pirmasens und Zweibrücken kommen, eine „positive Energie und Atmosphäre“ auf Ihr Puplikum übertragen können, ist das das Schönste an ihren Konzerten. Man merkt, dass sie alle offene Geister sind, die Neues wagen und sich weiterentwickeln wollen. Und was wäre da ein besseres Ausdrucksmittel als die Musik? Vor zwei Monaten sind zwei Bandmitglieder ausgestiegen. Das hat die Musikgruppe vor eine große Herausforderung gestellt. Sie hatten nur zwei Wochen bis zum ersten Konzert beim Pirmasenser Musiksommer im Neufferpark. Nachdem sie aber gemeinsam zu texten, die schon da waren, die Musik erschaffen und jede Woche einmal geprobt hatten, war das Konzert in trockenen Tüchern. Übrigens steht bei der Musikgruppe zuerst meist der Text.“ Den versuchen wir dann gemeinsam in Musik zu übersetzen“, erläutert Paul. Jeder ist an diesem Prozess beteiligt. Die Inspiration zu ihren texten kommt oft vom Reisen, den damit verbundenen Erfahrungen „und den Menschen, die man trifft“, berichtet Max Paul. Da jeder Text seine ganz eigene Stimmung hat, ergibt sich so die musikalische Richtung. „Manchmal legt Sascha ein Gitarrensolo hin oder Daniela singt was, und die Richtung ist direkt klar“. Die Bandmitglieder inspirieren sich gegenseitig.

Konzert als Musik – Reise

Außer Max Paul, sind Sängerin Daniela Eger, Gitarrist Sascha Giro und Drummer Marc Kambach mit von der Partie. Bassist Michael Schwartz kam erst vor vier Wochen dazu, als die frühere Bassistin ausgestiegen war. Die Band liebt den Blues und die Kreativität, die sie ausleben können, wenn sie einen neuen song schreiben. Diese Kreativität vermittelt sich bei ihren Konzerten auch den Zuhörern. Für die Crazy Heart Connection ist ein Konzert eine musikalische Reise, auf die sie ihr Publikum mitnehmen möchten. Mehr noch: „Wenn wir auf der Bühe stehen entdecken wir fast immer was Neues in den Liedern“. Die ersten Zeilen in der Geschichte der heute fünfköpfigen Formation wurden schon 2012 geschrieben. Damals hatten sich Max Paul und Songwriter, Gitarrist und Sänger Michael Glöckner spontan zu einer Probe verabredet. Das Duo „Bluesy Jam“ war geboren. „Nach ein paar weiteren Treffen ist uns dann die Idee gekommen, unser Duo zu einer Band zu erweitern“, erinnert sich Max Paul. Ein neuer Name musste her.

Wunsch: Mal ein Festival

So erblickte die Crazy Heart Connection das Licht der Welt. „Uns wurde klar, dass wir uns mehr auf Bluesrock und Rock konzentrieren – immer mit dem Fokus auf unsere eigenen Lieder“. Vorher hatte das Duo noch Country, Folk und Blues gespielt. Mit der Namensänderung wollte die frisch geborene Band ihren Musikstil klarer definieren – und hat dank ihrer vorwiegend eigenen Blues – Titel mit teilweise stark variierten Coversongs ein gutes Alleinstellungsmerkmal gefunden. Zwei bis dreimal trifft sich die Band zum gemeinsamen Proben. „Dazwischen proben wir manchmal auch zu zweit mit Daniela oder Sascha, um Abläufe oder Lieder einzustudieren. Die stellen wir dann der Band vor“.

Besonders schön wäre es für die Band, mal auf einem Festival zu spielen. „Mal 45 Minuten oder so auf dem Kammgarn Blues – Festival zu spielen, das wäre toll. Da geht Max Paul schon jahrelang selbst als besucher hin. Ein Festival bietet auch genau das, was die Crazy Heart Connection ausmacht: Spontaneität, Freiheit und Lebensfreude.

Quelle: Orginalartikel von Patrick Göbel erschienen in der Rheinpfalz am 18.9.2020

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